Cold Brew selber machen: Das 5-Minuten-Rezept (plus 12 Stunden Geduld)
Fertiger Cold Brew kostet im Supermarkt 6–12 € pro Liter. Selbstgemacht: etwa 1,50 € — mit fünf Minuten Arbeit. Kein anderes Kaffeegetränk hat eine solche Preisspanne zwischen kaufen und machen.
Das Prinzip
Cold Brew wird nicht gebrüht, sondern kalt extrahiert: Grob gemahlener Kaffee zieht 12–18 Stunden in kaltem Wasser. Ohne Hitze lösen sich deutlich weniger Bitterstoffe und Säuren — das Ergebnis ist mild, rund und leicht süßlich, auch bei günstigen Bohnen. Deshalb ist Cold Brew der beste Verwerter für kräftige Standard-Blends.
Das Rezept (ergibt ~1 Liter Konzentrat)
1. 125 g Kaffee sehr grob mahlen (gröber als French Press). 2. Mit 1 Liter kaltem Wasser in einem Gefäß verrühren, bis alles benetzt ist. 3. Abgedeckt 12–18 h in den Kühlschrank. 4. Filtern: erst durchs Sieb, dann durch Papierfilter oder Passiertuch. 5. Zum Trinken 1:1 verdünnen — mit Wasser, Milch oder auf Eis. Andere Mengen: Brührechner (Methode Cold Brew).
Haltbarkeit und Vorrat
Das Konzentrat hält im Kühlschrank bis zu einer Woche — Cold Brew ist damit der einzige Kaffee, der sich sinnvoll auf Vorrat machen lässt. Einmal ansetzen am Sonntag = kalter Kaffee für die Arbeitswoche.
Die Kostenrechnung
| pro Liter trinkfertig | |
|---|---|
| Fertig gekauft (Flasche/Dose) | 6–12 € |
| Café | 10–16 € (4–5 € je 300-ml-Becher) |
| Selbstgemacht (Bohnen 14 €/kg) | ≈ 0,90–1,20 € |
Bei zwei Litern pro Woche im Sommer: über 200 € Ersparnis pro Saison gegenüber dem Fertigprodukt.
Drei Hinweise aus der Praxis
Koffein nicht unterschätzen: Cold Brew trinkt sich mild, enthält aber konzentrationsbedingt oft mehr Koffein pro Glas als Filterkaffee — der Koffein-Rechner hilft beim Einordnen. Nicht zu fein mahlen: feiner Mahlgrad macht das Filtern zur Geduldsprobe und das Ergebnis trüb-bitter. Hygiene: kalt extrahiert heißt nicht keimfrei — saubere Gefäße, und nach spätestens 7 Tagen ist Schluss.